Sonntag, 18. November 2012

Mit den Bus durch Vietnam

Hallo,

Derzeit befinde ich mich im Bus auf dem Weg von Ho Chi Minh nach Da Lat. Das liegt ein wenig erhöht, und daher ist es dort auch nicht mehr so heiß und schwül. Ich bin sehr gespannt ;)
Jetzt aber zu den Ereignissen der vergangenen Tage.
Der Ausflug in die Cu Chi Tunnel war katastrophal, die Tunnel an sich sind aber ganz interessant anzusehen.
Nur waren wir unglaublich viele Leute, unser Guide war völlig bekloppt und die Genauigkeit der dargestellten "Fakten" darf getrost bezweifelt werden. Die Vietnamesen haben eine seltsame Art, mit ihrer Vergangenheit umzugehen. Zunächst einmal die Einseitigkeit ihrer Berichterstattung, wozu noch ein gehöriges Maß an Polemik hinzukommt, die Guides machen ständig Witze über US-Amerikaner, was ich einfach nur peinlich fand.
Des weiteren seltsam empfand ich die Tatsache, dass gleich bei dem Souvinirshop/Snackstand ein Schießstand ist, wo man gegen Gebühr mal so die Waffen ausprobieren kann, die im Vietnamkrieg benutzt wurden. Mal abgesehen davon, dass man die Schüsse überall auf dem Gelände hört und das sehr verstörend ist, würde wahrscheinlich nirgendwo sonst jemand auf die Idee kommen, bei einem ehemaligen Kriegsschauplatz ein paar Waffen zum Probieren bereitzustellen.
Was mich aber noch mehr gestört hat, war, dass wir da in hohem Tempo durchgezogen wurden, und ich ziemlich sicher bin, dass wir da ein paar Leute vergessen haben. Man kann da nämlich durch so einen Vietcongtunnel durch, der 100m lang ist und alle 10m einen Ausgang hat. Die meisten Leute gehen gleich wieder raus, da dieser Gang extrem niedrig und klein ist. Außerdem ist es stickig und dunkel. Ich bin ganz durchgekrochen, was eine Weile dauert, jedoch war meine Gruppe dann schon weg, von denen war keiner mehr am Ausgang. Ich bin also zum Parkplatz und hab den Bus gerade noch bekommen, bin aber nicht sicher, ob nicht noch wer hinter mir war.
Naja, das krabbeln durch den Tunnel war schon beeindruckend und eine interessante Erfahrung.
Sonst war die Tour eher so der Flop.
Am nächsten Tag hab ich wieder eine Tour gebucht, die auch gut war. Es ging mit Bus und Boot durch die Region des Mekongdelta. Der Mekong ist der größte Fluss in Südostasien und sozusagen die Lebensader hier.
An der Ufern des Mekong leben viele Menschen in Hütten auf Stelzen mit Bootsanleger.
Zunächst besuchten wir einen Floating Market, wo die Leute auf ihren Bötchen Ware an- und verkaufen.
Im Laufe des Tages sahen wir diverse Herstellungsprozesse von Produkten aus der Region. Honig, Popreis, Tee und ähnliches. War alles ganz nett und gab immer was zum probieren.
Später wurden wir auf einem kleinen Seitenarm von so ein paar Frauen auf kleineren Booten zurück gerudert, zuvor waren wir auf einem etwas größeren Motorboot gefahren und den erwähnten Arm mit dem Fahrrad hinauf. Landschaftlich ist das schon beeindruckend, der Fluss wird teilweise extrem breit und erinnert eher an einen See oder gar ein Meer. Das Wasser ist immer bräunlich und undurchsichtig und es schwimmen immer irgendwelche Äste und Blätter darin. Die Umgebung des Mekong ist sehr grün, die Reisfelder hier haben sowieso das satteste Grün, was ich je gesehen habe.
Nun ja, abends ging es dann zurück in den Verkehr von Ho Chi Minh.
Jetzt steht also das vietnamesische Hochland auf dem Plan, die Landschaft, die sich mir hier während der Busfahrt schonmal bietet, gefällt mir sehr.
Hügel, komplett mit Urwald bewachsen, einzelne Felsen, die aus diesem Grün herausragen und blauer Himmel, mit vielen schönen Wolkenformationen, nachdem es eben geschüttet hat. Dazu gibt es immer mal wieder tief hängenden Nebel, der die grünen Hügel bedeckt und ein Wasserlauf in der typischen braunen Farbe.
Ich freue mich schon, mehr davon zu sehen.
Ich melde mich dann bald mit mehr Eindrücken aus der Natur Vietnams.
Bis dahin,
Heiko





Donnerstag, 15. November 2012

Ho Ho Ho Chi Minh

Hallo allerseits,

Nun bin ich also im ehemaligen Saigon angekommen und auf den ersten Blick gefällt mir die Stadt ziemlich gut.
Auch die neuere Geschichte Vietnams ist von Gewalt, Krieg und Grausamkeiten geprägt.
Heute war ich im War Museum, welches sich ausschließlich mit dem Vietnamkrieg in den 60er und 70er Jahren beschäftigt. Das war ähnlich furchtbar wie es die Killing Fields und S 21 in Phnom Penh es waren.
Auch auf den Straßen gibt es regelmäßig Menschen mit schwersten Deformierungen und Behinderungen, die einem entgegen kommen, die durch das Dioxin in Agent Orange ausgelöst wurden. Grässlich ist das.
Die Bilder, die im Museum hängen, sind unfassbar erschreckend und stimmen mich sehr traurig, auch wenn man daran leider nicht viel ändern kann. Nur vergessen darf man eben nicht. Bei mir wird das funktionieren, das hat sich sehr eingebrannt.
Morgen gehe ich die Cu Chi Tunnel ansehen.
Friede sei mit euch,
Heiko

Dienstag, 13. November 2012

Phnom Penh

Hallo,

Ich grüße aus der Hauptstadt Kambodschas.
Ist ganz nett hier, wenn auch extrem heiß, zumindest wenn die Sonne auf einen scheint.
Letztlich ist es aber auch nur eine weitere Stadt, ein Tempel hier, ein Palast dort, Märkte, ein paar Restaurants und Bars, und so weiter.
Das Außergewöhnlichste ist die Geschichte Kambodschas, von der ich bis heute auch wenig Ahnung hatte.
Habe das Genozidmuseum und die sogenannten Killing Fields angesehen, wo in den Siebziger Jahren Zehntausende hingerichtet wurden.
In vier Jahren wurden von damals 8 Millionen Einwohnern 3 Millionen getötet. Ein unvorstellbarer Wert.
Es war ein sehr bedrückender Tag, aber es hat sich gelohnt, dies alles anzusehen.
Bei solchen Eindrücken bin ich immer glücklich über meine eigene Lage.
Wir haben es ziemlich gut!
Morgen geht es nach Ho Chi Minh, wo ich hoffentlich eine etwas bequemere Schlafstatt habe, hier habe ich ne Schaumstoffmatratze auf'm Boden, hab Rückenschmerzen :/
Könnte aber schlimmer sein, dennoch freue ich mich auf mehr Komfort.
Bis dann,
Heiko!

Donnerstag, 8. November 2012

Angkor Wat, Tag 2

Hallo!

Angkor Wat habe ich mir jetzt lang und breit angeguckt!
Mit Angkor Wat meine ich alle dazugehörigen Tempelanlagen, nicht nur Angkor Wat selbst.
Der Angkor Wat ist aber schon der beeindruckendste, aufgrund von Größe und Erhaltung.
Aber die anderen Tempel sind nicht minder schön.
Am besten gefallen mir die Tempel, die mitten im Wald sind und im Läufe der Jahrhunderte zugewachsen sind. Wenn da so ein Baum an/in einem Gebäude wächst, das sieht schon stark aus.
Heute habe ich mich mit dem Tuk-Tuk durch die Gegend kutschieren lassen, das war auch gut so, denn wir waren von 5 Uhr bis gerade eben(kurz nach 4) unterwegs.
Insgesamt habe ich jetzt angesehen: Angkor Wat, Angkor Thom, Bayon, Thommanom, Chau Say Thevoda, Ta Keo, Ta Prohm, Prasat Kravan, Pre Rup, East Mebon, Bantay Srey, Ta Som, Neak Pean, Preah Khan.
Kann sein, dass ich noch paar vergessen hab, ist auch nicht so relevant ^^
Bin froh, dass ich heute das Tuk-Tuk gewählt habe, denn trotz dem herumfahren lassen latscht man ganz schön viel, denn die Tempel sind zum Teil echt riesig bzw. eher die Anlagen darum. Ich würde mal schätzen, dass ich heute etwa 100 Kilometer mit dem Tuk-Tuk getuckert bin.
Und viele Schritte hab ich gemacht und viele Fotos ebenso.
Morgen schlafe ich erstmal aus und gucke dann, wie der Tag so anfängt ;)
Um 4:50 stehe ich auf jeden Fall nicht auf :]
Bis bald,
Heiko

Mittwoch, 7. November 2012

Angkor Wat, Tag 1

Hier ein paar Bilder.

Ich bin mit dem Rad herum gefahren, das war ein Riesenakt.
Das Fahrrad war zu klein, die Strecken weit und es war heiß mit Sonnenschein :)
Jetzt bin ich platt und lasse mich morgen mit dem tuktuk durch die Gegend kutschen!
Außerdem fahre ich schon um 5 Uhr los, Sonnenaufgang angucken ;)
Bis dann ;)

PS: einen ausführlicheren Bericht gibt es dann, wenn ich durch bin :]

Dienstag, 6. November 2012

Siem Reap

Hallo aus Kambodscha,

Ich bin heute mit dem Bus von Bangkok nach Kambodscha, genauer gesagt nach Siem Reap, der Ort beim Angkor Wat. Morgen gehts dann löst, Tempelanlagen erkunden :)
Ich werde berichten!

Gehabt euch wohl,

Heiko

Bilder von der grenzen und dem lustigen, inflationären Geld :p
Die Touristensachen zahlt man mit US$.

Freitag, 2. November 2012

Bangkok - versteh ich nicht.

Hurra,

Noch 38 Tage und ich komm nach Hause.
Deutschland flippt aus vor Freude.
Ich hab gerade bemerkt, dass es gar nicht mehr soviel Zeit ist, um so 3 Länder zu bereisen, darum werde ich mal ein bisschen Gas geben und mich beschränken müssen.
Los geht es mit Kambodscha, wo ich zunächst nach Siem Reap fahre, um mir ein paar Tage Angkor Wat und Co anzusehen. Da freue ich mich ehrlich gesagt mega drauf, das war einer der Gründe, warum ich Südostasien bereisen wollte.
Aber das ist noch ein paar Tage hin, ich werde nochmal die Akkus aufladen, bevor es an den letzten Akt geht.
Ich hab ein prima Hostel gefunden., das HI Mid Bangkok. Das ist brandneu und Top. Liegt in einer Region, wo eher mal weniger Touristen unterwegs sind, eine willkommene Abwechslung nach Krabi, Phi Phi, Phuket und Tao.
So ist das Essen wieder günstiger, wenn auch das Hostel mit knapp 10€ auch ein etwas teureres ist. Aber lohnt sich :)
Nachteil an der Region hier ist, das ich nix verstehe.
Gerade esse ich irgendwas mit irgendwas, was ich anhand einer Katze mit Bildchen ausgesucht hab.
Schmeckt fantastisch und kostet mit Getränk ca. 1,50 €.
Sogar ein wenig günstiger noch ist das street Food, wobei die erst abends richtig aufmachen.
Heute sind es auch nur noch angenehmere 31°C, was immer noch ziemlich schwül daherkommt, aber besser als die pralle Sonne der letzten Tage.
Bis bald,

Der Heiko